ADiWa
Anfang 2009 wurde die „Allianz digitaler Warenfluss“ (ADiWa) gestartet. Ziel des Projektes mit einer Laufzeit von 3 Jahren ist die Forschung an Möglichkeiten zur Integration von Daten aus der realen Welt (“Internet der Dinge”) in Geschäftsprozesse. Anwendungsbeispiele dafür natürlich vor allem in Branchen, in denen physische Abläufe eine wesentliche Rolle spielen. In von ADiWa werden zusammen mit Industriepartnern (ABB, DB Schenker, Globus) Szenarien in Logistik, Maschinenbau und Einzelhandel betrachtet.
In der Logistik sollen durch Verknüpfung der Informationen über Warenflüsse die unternehmensübergreifenden Prozesse zwischen verschiedenen Beteiligten der Lieferkette verbessert werden. Die bisher bekannte Nachverfolgung von Lieferungen dafür ist nicht ausreichend. Vielmehr müssen die erfassten Rohdaten (Lieferungs-Nr., Zeit, Position) in sinnvolle Informationen wie “Lieferung verspätet sich um ca. 5 Stunden” umgewandelt werden. Der Schlüssel zu dieser Umwandlung liegt in der Modellierung sogenannter “komplexer Ereignisse“, die beschreiben, wie aus elementaren “Beobachtungen” höherwertige Informationen gewonnen werden. Zentrale Aufgaben im Projekt liegen in der Erforschung grundlegender Mechanismen und Werkzeuge für die Verwendung von Daten aus der realen Welt zur Unterstützung von Geschäftsprozessen, damit dies Ergebnisse möglichst breit einsetzbar sind.
Im ADiWa-Konsortium befinden sich neben großen Softwareunternehmen wie SAP, Software AG, IDS Scheer auch Forschungseinrichtungen wie die TU Dresden, TU Darmstadt, mehrere Fraunhofer Institute und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Auch die ubigrate GmbH ist Partner in dem Projekt und bringt Know-How über automatische Erfassung von Prozessdaten ein. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte für ubigrate wird die Erfassung von Energieverbräuchen in der Produktion sein.


ubigrate GmbH